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20.06.11 17:06 Uhr

Das Wurstgeheimnis

Von: Andreas Sichelstiel

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Strahlender Sieger: Christian Pristownik, Metzger aus Lauf.Foto: Sichelstiel
Strahlender Sieger: Christian Pristownik, Metzger aus Lauf. Foto: Sichelstiel

LAUF/PEGNITZ — Die Bratwürste von Christian Pristownik aus Lauf sind die besten in Franken. Das meint zumindest die Jury, die am Sonntag beim ersten Bratwurstgipfel in Pegnitz die Produkte von 16 ausgewählten Metzgereien bewertet hat. Pristownik holte beim Wettstreit um den Titel des Bratwurstkönigs den Sieg in der Klassik-Disziplin. Die PZ hat eine Audienz bei dem 30-jährigen Metzger bekommen.

Hallo, Herr Pristownik! Muss man jetzt eigentlich Majestät sagen?

Pristownik: (lacht) Nein, muss man nicht.

Wie wird man denn Bratwurstkönig?

Pristownik: Indem man kontinuierlich auf Qualität setzt und den Geschmack der Leute trifft.

Schon klar, aber man muss ja auch an dem entsprechenden Wettbewerb teilnehmen.

Pristownik: Ja. Im „Feinschmecker“ stand eine Anzeige, da konnte man sich bewerben. Dann kam jemand zum Probieren vorbei. Wann der in Lauf war, weiß ich gar nicht. Am Ende haben wir einen Brief bekommen, dass unsere Bewerbung angenommen wurde. Wir sind also unter den 16 besten Metzgereien gelandet. Oberfranken war stark vertreten, aber es gab auch Teilnehmer aus Mittelfranken. Beim Gipfel in Pegnitz waren dann über 12 000 Leute. Die Jury hat die Würste blind verkostet, die kannten also die Namen der Metzgereien nicht.

Was ist eigentlich das Geheimnis einer guten Bratwurst?

Pristownik: Sie muss natürlich sein und frisch. Bei uns werden die Tiere geschlachtet und schon zwei Stunden später ist das Fleisch verarbeitet. Ich würze mit frisch gemahlenem Pfeffer und mit Meersalz. Außerdem, so viel kann man verraten, ist Piment und Majoran in den Würsten. Der Rest ist das ganz große Bratwurstgeheimnis. Grundsätzlich: Weniger ist mehr. Vor allem verwende ich keine Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker.

Wie viele Würste gehen denn bei Ihnen an einem normalen Tag über die Theke?

Pristownik: Normalerweise mache ich so um die 40 Kilo. Heute habe ich doppelt so viel gemacht, denn wir haben jetzt extrem viele Anfragen. Sogar aus Nürnberg sind schon Leute mit dem Zug gekommen, um zu probieren!

Der Gesamtsieger, die Metzgerei Max aus Hof, hat unter anderem Schoko-Chili-Bratwürste ins Rennen geschickt. Schmeckt so etwas denn?

Pristownik: Unbedingt muss man das nicht haben. Aber der Geschmack ist wirklich nicht schlecht. Ich bin in der Kreativ-Kategorie mit Pizza-Bratwürsten angetreten, da sind Salami, Käse, Champions und frischer Paprika drin. Bärlauch- und Salbeibratwürste habe ich auch schon gemacht. Jetzt habe ich mir eine Jalapeño-Bratwurst mit scharfem Paprika vorgenommen. Und vielleicht probiere ich auch eine Trüffel-Bratwurst. Da gibt es fast keine Grenzen.

Die Konkurrenz in Pegnitz war hart?

Pristownik: Jeder Metzger ist sich sicher, die beste Bratwurst zu machen. Also: Ja, die Konkurrenten waren schon von sich überzeugt. Aber man kann sich trotzdem immer etwas von anderen Metzgern abschauen.

Jetzt mal ehrlich: Vor allem war der Bratwurstgipfel gute Werbung, oder?

Pristownik: (lacht) Natürlich. Das kann man schon sagen. Mir ist aber wichtig, dass das Handwerk generell nicht zu kurz kommt. Die Leute sollen ihre Würste beim Metzger vor Ort holen.




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