RSS-FeedsAnzeigenIhre ZeitungGemeindenKontaktImpressumSitemap
Lokales PZKultur PZ
28.06.11 16:16 Uhr

Die Schau zu „1000 Jahre“

Von: Michael Scholz

Keine Kommentare
Die Urkunde zu Schnaittachs Ersterwähnung darf in der Ausstellung nicht fehlen. Adolf Hesel vom Museums- und Geschichtsverein hat 47 Themen recherchiert und zusammengefasst. Im Rathaus kann die Schau besichtigt werden. Foto: Scholz
Die Urkunde zu Schnaittachs Ersterwähnung darf in der Ausstellung nicht fehlen. Adolf Hesel vom Museums- und Geschichtsverein hat 47 Themen recherchiert und zusammengefasst. Im Rathaus kann die Schau besichtigt werden. Foto: Scholz

SCHNAITTACH — Ab Freitagabend ist im Schnaittacher Rathaus die zentrale Ausstellung zum Festjahr der Marktgemeinde zu sehen. „Spuren der Geschichte“ heißt sie und führt über 47 Stationen in Text und Bild durch die tausendjährige Historie — ab 1011. Sie kann damit gut während der Hochphase des Festtreibens in den nächsten Wochen besichtigt werden.

Adolf Hesel hat seinen eigenen Kopf. Denn eigentlich hatte der 77-jährige ehemalige Schlotfeger-Obermeister vom Museums- und Geschichtsverein den Auftrag erhalten, eine Ausstellung über Urkunden zusammenzustellen. Im Mittelpunkt musste natürlich die Schenkungsurkunde von Heinrich II. stehen, in der unter anderem „Sneitaha“, also Schnaittach, zum ersten Mal erwähnt wird. Eine Kopie dieser wichtigsten Urkunde ist mitsamt einer Übersetzung ab Freitag auch zu sehen, aber bei dieser einen bleibt es in der Schau dann auch.

Diese amtlichen Dokumente interessieren doch keinen, meinte Hesel und kann dies begründen: Die meisten dieser Zeugnisse sind lateinisch verfasst und die Übersetzungen in schwer verständlichem Deutsch würden auch nur die Wenigsten zu einer Ausstellung ins Rathaus locken. So kommt Schnaittach nun zusätzlich zur bereits erschienenen Chronik von Ina Schönwald und Martin Schieber (wir berichteten) zu einer weiteren öffentlichen Darstellung seiner Geschichte, die parallel entstanden ist, und auch eine ganz andere Handschrift trägt.

„Nein, es ist überhaupt nicht als Konkurrenz zu sehen“, winkt Hesel auf Nachfrage der PZ ab. Man habe sich im Vorfeld getroffen und verabredet, dass die Chronik hauptsächlich den wissenschaftlichen Teil abdeckt und dabei Schwerpunkte setzt. Die Ausstellung dagegen ergründe die Dinge nicht so tiefgehend – „ich bin ja Laie“, sagt Hesel, der bereits erfolgreiche Ausstellungen und Vorträge über Schnaittachs Theater-, Faschings-, Kirchenglocken- und Wasserkraft-Vergangenheit gemacht hat.

So präsentiert jetzt der Museums- und Geschichtsverein zum Festhöhepunkt einen guten Überblick in Form einer Spurensuche nach bekannten und eher verborgenen Überbleibseln und Zeugen wichtiger Ereignisse von 1011 bis heute. 47 Themen hat Hesel recherchiert, zusammengefasst und am Computer gestaltet.

Er listet die Urhöfe auf, zeigt Gebäude, die das Salbüchlein von 1366/68 in der ältesten bekannten Bestandserfassung aufführt. Er spekuliert ein wenig über die erste katholische Kirche, auch anhand der mysteriösen Jahreszahl 1489 am Sockel des Glockenturms von St. Kunigund.

Er zeigt die Fraischgrenze, also das Rothenberger Herrschaftsgebiet, auf einer Karte des 16. Jahrhunderts. Es fehlt kein Thema oder Stichwort, besonders ist dann aber doch wieder ein Dokument: der älteste bekannte Brief mit Schnaittacher Poststempel vom Juni 1870. Wie könnte es anders sein: Eine Zahlungserinnerung eines Haidlinger Schreinermeisters an einen Fürther Spiegelglasfabrikanten. Wirklich sehenswert sind auch die Bilder, Alt und Neu gegenübergestellt, zum Beispiel die Kirchenumbauten, ob evangelisch oder katholisch, die frühere und heutige Autobahntrasse nebeneinander oder der Rathaus-Teilabbruch und Neubau von 1992.

Die Eröffnung findet am Freitag um 19.30 Uhr im Rathausflur (Galerie) statt. Die Schau kann bis 31. August besichtigt werden. Während und auch außerhalb der Öffnungszeiten der Verwaltung bietet der Museumsverein Gruppenführungen an, Tel. 09153/7723 (Adolf Hesel).




Kommentare

Nachricht von der Erweiterung "comments": Es scheint, dass das TypoScript-Template der Erweiterung nicht dem Haupt-TypoScript-Template hinzugefügt wurde. Wie TypoScript-Templates von Erweiterungen dem Haupt-TypoScript-Template hinzugefügt werden können, entnehmen Sie bitte dem Kapitel "Administration" der Anleitung.


Wirtschaftsbeilage
NAchrichten aus Nürnberg & Franken

Hier geht es zum Veranstaltungskalender

Nachrichten
aus Ihrer Gemeinde


Hier klicken und Gemeinde auswählen

Link zur Startseite Der Bote Link zur Startseite Pegnitz-Zeitung Link zur Startseite Hersbrucker Zeitung Link zur Homepage N-land.de
  • Cakewalk Sonar 7 Producer Edition kaufen mit lizenz
  • billig Microsoft Visio Standard 2013 licens
  • Music Guitar Pro 6 MAC für studenten preis
  • Apple Final Cut Studio 3 MAC preis schweiz