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Lokales PZ
05.03.10 17:46 Uhr

Schnaittacher Hoffnung

 

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Das im Kern über 100 Jahre alte Schnaittacher Krankenhaus steht seit über sechs Jahren leer. Die Hoffnung auf eine neue Nutzung ruht seit 2006 auf dem Roten Kreuz Nürnberger Land. Zurzeit laufen neue Gespräche. Foto: Scholz

SCHNAITTACH (mz) - Für das leerstehende Schnaittacher Krankenhaus könnte sich bald doch noch eine Lösung auftun. Nachdem sich voriges Jahr ein möglicher Betreiber für ein Seniorenheim mit Schwerpunkt Demenz trotz konkreter Pläne zurückzog, möchte das Rote Kreuz Nürnberger Land Grundstück und Gebäude weiterhin kaufen. Derzeit führt es Gespräche mit dem Kreisverband Nürnberg Stadt.
Rotkreuz-Geschäftsführer Gernot Jungbauer ist guter Dinge. Wieder. Als voriges Jahr, nach dreieinhalb Jahren des Pläneschmiedens, die RKS GmbH absprang, schien die Luft raus aus der geplanten Renaissance der über 100-jährigen Schnaittacher Klinik. Zusammen mit der Rotkreuz-Service GmbH wollte der Kreisverband ein Seniorenheim mit Schwerpunkt für Demenzkranke an Stelle des im November 2003 geschlossenen Kreiskrankenhauses eröffnen.
Von 60 Plätzen im innen total zu erneuernden alten Gebäude war die Rede und von 25 bis 30 neuen Arbeitsstellen. Zuletzt allerdings sollte neu gebaut werden. Weil ein wirtschaftlicher Betrieb heute 90 bis 100 Pflegeplätze haben muss, dafür das bestehende Gebäude aber nicht ausgereicht hätte. Auch die strengeren Brandschutzauflagen spielen eine Rolle. Mit untergebracht werden sollte die Rettungswache und im Hausmeistergebäude sollten die Ehrenamtlichen Raum erhalten.
Dann bekam die RKS kalte Füße. Wohl weil einige ihrer 30 Seniorenheime nicht ausgelastet waren. Außerdem wechselte der Geschäftsführer. Es sah es nicht mehr gut aus für Schnaittach.
BRK-Geschäftsführer Jungbauer sagt klar, dass der Kreisverband über den Kauf hinaus auch durchaus überlegte, am Krankenhausweg selbst ein Seniorenheim zu betreiben. «Wenn wir wirtschaftlich gut genug dastünden und wenn wir bereits Erfahrung auf diesem Sektor hätten», fügt er an. Gedankenspiele, mehr nicht.
Top-Lage stach hervor
Jungbauer hatte das Projekt bereits 2006 angestoßen und damit einige Schnaittacher Hoffnungen geweckt. «Es ist mir damals regelrecht ins Auge gestochen», erinnert er sich. Er meint damit die Top-Lage mit gutem Ausblick am Südhang, gute Belegungsprognosen und die fehlende Konkurrenz im Schnaittachtal, abgesehen von Neunkirchen. Damals waren die Kreditzinsen noch hoch. Seit vorigem Jahr sieht das anders aus. Da sprang aber der Betreiber ab.
Das Rote Kreuz erhofft sich von einem Schnaittacher Seniorenheim natürlich nicht nur Lorbeeren, sondern auch Einnahmen, die aber – das betont Jungbauer – «im Nürnberger Land bleiben würden».
Ein solches Vorhaben auf den 5500 Quadratmetern Grund wäre auch ideal für den aktuellen Eigentümer des Schnaittacher Hauses, die Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH, die nach sechseinhalb Jahren gerne endlich verkaufen würde. Da zweckgebundene Fördergelder in die frühere Klinik flossen, dürfte die neue Nutzung nicht zu weit von der ursprünglichen abweichen. Ein Hotel beispielsweise könnte Rückzahlungen bedeuten.
Noch im März neue Pläne
GmbH-Geschäftsführer Dr. Michael Hitzschke berichtet gegenüber der PZ von über 35 Interessenten, darunter das Rote Kreuz, das sich «sehr bemüht habe, aber bisher nicht über das Planungsstadium hinausgekommen ist».
Jetzt ist Jungbauer wieder zuversichtlich. Der Rotkreuz-Kreisverband Nürnberg Stadt hatte vor vier Jahren schon einmal Interesse an dem Seniorenheim-Projekt und befasst sich damit jetzt wieder ernsthaft. Noch im März will er seine Pläne dem Kreisverband Nürnberger Land vorlegen. Ob der Schwerpunkt dann auch auf Demenz liegt, weiß Jungbauer gegenwärtig noch nicht.




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